IMEC - Sicherer Patiententransport |
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Ein Praxisbericht aus dem Nürnberger Klinikum Nord |
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Verbesserter Workflow durch abteilungsübergreifendes Zusammenspiel von deckengebundenen und mobilen Versorgungssystemen. |
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Das neue System: Alles im Blick und im Griff
„Interdisciplinary medical equipment carrier“, kurz IMEC, so lautet der Name dieser Lösung, die einen reibungslosen Übergang zwischen deckengebundener und mobiler Versorgung des Patienten schafft. „Seither schlagen wir uns beim Transport nicht mehr mit Einzelkomponenten herum, sondern verstauen das gesamte benötigte Equipment für Monitoring, Beatmung, Medikation und Notfall mit ein paar Handgriffen auf IMEC“, erklärt Ziegler.
Die Versorgungsleitungen sind vor Diskonnektionen geschützt und bleiben es auch während des gesamten Transports, die Patienten sind also die ganze Zeit sicher an Infusionen, Beatmungssystem und Überwachungsmonitor angeschlossen. Oder wie es Cornelia Widmaier, Praxis- und Gruppenleiterin Intensivpflege, formuliert: „Da ich nicht mehr ständig aufpassen muss, dass nichts herunterfällt, kann ich mich voll und ganz auf den Patienten konzentrieren. Alles ist übersichtlich untergebracht, es gibt kein ‚Gewurstel‘ mehr auf dem Bett, und bei Problemen können wir sofort einschreiten.“ Dafür sorgen auch Notfallkoffer, Absaugsystem und Sauerstoffflasche, die auf IMEC ebenfalls Platz finden. Bis zu 65 Kilogramm nimmt die Transporteinheit auf. Dennoch lässt sie sich samt Intensivbett auch auf engem Raum leicht manövrieren – bis hinein in jeden Aufzug mit mindestens drei Metern Länge. „Für mich allein wäre das Ganze zwar immer noch zu schwer. Aber mit einem statt wie früher zwei Pflegern plus einem Anästhesisten kommt man gut klar“, ergänzt Cornelia Widmaier. |
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Auch mit Patient und bis zu 65 Kilo Equipment ist IMEC noch leicht manövrierbar. |
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Seit Januar 2005 ist eine Einheit des neuen Transportsystems auf der Intensivstation im Einsatz, anfangs im Test- und seit Sommer 2005 im „Echtbetrieb“. Die Schulung der Kollegen übernahm wiederum Markus Ziegler, der das System mittlerweile in und
auswendig kannte: „Eine Untersuchungsfahrt genügte meist schon, um Andocken und Manövrieren, Übernahme und Befestigung der Geräte zu erklären. Wer den Ablauf einmal kennt, hat keine Probleme.“ Seine ehemaligen „Schüler“ bestätigen das. So auch Monika Brack-Lange, seit über 20 Jahren Krankenschwester auf der Station: „Der Umgang mit IMEC ist schnell erlernt und ich fühle mich damit entlastet. Denn der Transport ist nun eine sichere Sache – ohne die ständige Gefahr, dass ein Schlauch reißt.“ Schnell wurde auf der Station der Ruf nach einer zweiten Transporteinheit laut, um Engpässe zu vermeiden. Die Klinikleitung erfüllte ihn.
Einsatzbereit bis in den OP
War anfangs geplant, IMEC nur für Untersuchungstransporte zu verwenden, so weitete sich der Einsatzradius des Systems bald aus – auf Transporte bis hinein in den OP. Da die Einheit alle hygienischen Vorschriften erfüllt, kann sie hier auch während der OP bleiben: Der Patient wird nur noch an das Narkosegasgerät angeschlossen, der Parameterserver mit den Patientendaten vom Transportmonitor aus- und am großen OP-Überwachungsmonitor eingeklinkt.
„Abgestürzt ist seit der Einführung von IMEC jedenfalls kein Gerät mehr“, erklärt Ziegler. „Und allein ein kaputter Monitor kostet die Klinik schnell 500 Euro und mehr.“ Die erhöhte Patientensicherheit dagegen ist ohnehin unbezahlbar, wie Stationsärztin Dr. Anke Jensen betont: „Heute besteht keine Gefahr mehr, dass Patienten durch herunterfallende Geräte verletzt werden, es gibt es keine Dislokationen mehr, es wird nicht mehr am Tubus gezerrt, die Geräte zur kontinuierlichen Medikamentenapplikation sind sicher verwahrt und ich weiß, dass sie auch sicher beim Patienten ankommen“, zählt sie die für sie wichtigsten Kriterien auf. „Zudem habe ich den Monitor auch beim Transport immer im Blick, das Monitoring ist lückenlos.“ |
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