So behält der Operateur alles im Blick und einen kühlen Kopf

Weltneuheit mit 160.000 Lux: TRUMPF Medizin Systeme präsentiert die LED-OP-Leuchte iLED

Hocheffektive Leuchtdioden kommen in vielen Gebieten zur Anwendung. Jetzt erstmals bei OP-Leuchten. Der Medizingerätehersteller TRUMPF Medizin Systeme aus Puchheim setzt in seiner neuen OP-Leuchte iLED Hochleistungs-LEDs ein. Diese innovative Technologie ermöglicht die Anpassung der Farbtemperatur – und damit eine perfekt auf die OP-Situation abgestimmte Beleuchtung.

 

Leuchtdioden oder LEDs (light emitting diodes) basieren auf Halbleiterverbindungen, die den Strom direkt in Licht umwandeln. Sie besitzen eine Vielzahl technischer Vorzüge gegenüber herkömmlichen Halogen- und Gasentladungslampen. Die Wichtigsten: geringe Wärmeentwicklung, regelbare Lichteigenschaften, eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. All diese Eigenschaften vereint die OP-Leuchte iLED, die TRUMPF Medizin Systeme auf der MEDICA im November 2005 in Düsseldorf präsentieren wird.

Die Weiß- und Farb-LEDs der neu gestalteten iLED OP-Leuchte sind High-Performance LEDs. Sie ermöglichen die individuelleEinstellung der Lichtqualität – ein weltweit einmaliges Feature, das die Arbeitsbedingungen des Operateurs erheblich verbessert. So kann erstmals die Lichttemperatur zwischen 3.500 und 5.000 Kelvin variiert werden – ein entscheidender Vorteil für die Kontrastdarstellung im Operationsfeld. Ob der Chirurg in schwach oder stark durchbluteten Gewebebereichen operiert – er kann Kontraste durch Veränderung der Farbtemperatur optimal sichtbar machen. „iLED bietet durch die einstellbare Farbtemperatur einehervorragende Kontrastdarstellung“, berichtete Professor Dr. Friedrich Hennig, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Erlangen, von seinen Erfahrungen. Aktuelle Studien beweisen den Einfluss der Farbtemperatur auf die Konzentrationsfähigkeit: In den Wintermonaten oder bei einer nächtlichen Notoperation fördert beispielsweise ein höherer Blauanteil die Konzentration des Operateurs.

Die Multilinsen-Matrix: Für eine bessere Ausleuchtung

Bei einer Operation muss der gesamte Eingriffsbereich gut erkennbar sein. Eine homogene Ausleuchtung des Eingriffsortes ist entscheidend. Deshalb setzt TRUMPF zum ersten Mal eine so genannte Multilinsen-Matrix ein, um die von den LED-Leuchten emittierte Lichtmenge so gleichmäßig wie möglich zu verteilen. Es handelt sich hierbei um drei oder fünf nebeneinander positionierte Segmente, die jeweils aus einer Vielzahl einzelner Konvergenz-Linsen bestehen. Sie erinnern an die Facettenaugen von Insekten. Da jede der LEDs über eine eigene Konvergenz-Linse verfügt, erzeugt auch jede ein eigenes Leuchtfeld. So ergeben sich bis zu 180 einzelne Leuchtfelder in unterschiedlichen Höhen. Übereinander gelegt fügen sie sich zu einem sehr homogenen und schattenfreien Licht zusammen.

Die Chirurgen, die Prototypen der iLED bereits Praxistests unterziehen konnten, zeigen sich begeistert von denQualitätsmerkmalen der OP-Leuchte. Etwa vom „3-D-Licht“, das eine hervorragende räumliche Wahrnehmung erlaubt. „Die Ausleuchtung ist deutlich besser als bei herkömmlichen Leuchten und absolut schattenfrei“, lobt beispielsweise Dr. Peter Sauer, Oberarzt der Chirurgischen Klinik I des Klinikums Ingolstadt die iLED, „sie bietet in jeder Situation eine optimale Tiefenausleuchtung.“ Das ist kein Wunder: Die Gesamt-Leuchtkraft der neuen iLED von TRUMPF beträgt bis zu 160.000 Lux. Die LEDs sind individuellansteuerbar. So können problemlos unterschiedliche Abschattungen des Operationsfeldes berücksichtigt werden. Befindet sich beispielsweise der Kopf des Operateurs direkt unter der Leuchte, liefert iLED dennoch eine schattenfreie Beleuchtung: Zum einensorgt die Vielzahl der LED Lichtquellen für eine optimale Hinterleuchtung von Hindernissen; zum anderen bietet die neue Technik erstmals die Möglichkeit, bestimmte Zonen des Leuchtfeldes abzuschalten und die Lichtintensität auf die übrigen LEDs zu konzentrieren. Das Ergebnis: konstante Beleuchtungsstärke in allen Arbeitssituationen.

Ergonomische Bedienbarkeit für optimale Arbeitsbedingungen

Ein Vorteil, der zur Entlastung des Operateurs beiträgt, resultiert aus dem so genannten „kalten“, IR-freien Licht der LEDs: Selbst direkt unter der Leuchte ist praktisch keine Wärmeabstrahlung spürbar. So behält der Operateur jederzeit einen kühlen Kopf.

Das sterile Bediensystem der iLED – ein weiteres wichtiges Merkmal der Leuchte – erlaubt dem Operationsteam die schnelle undeinfache Steuerung aller Funktionen: Ein- und Ausschalten, Dimmung, Einstellung der Farbtemperatur und der Schattigkeit, des Endolichts und der Kamerafunktionen. Das neue Bediensystem ist dazu mit einem sterilen Drehknopf ausgestattet, über den sich alle Funktionen ansteuern lassen. Damit kann auch der Chirurg selbst die Leuchte entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse konfigurieren. Und die können insbesondere bei der Farbtemperatur höchst unterschiedlich sein.


 

© 2007 TRUMPF, 30.10.2007