Intraoperative Diagnostik

Perfekter Durchblick im OP




Ko-Operation im OP

Die Zukunft intraoperativer Diagnostik beginnt in der Universitätsklinik München Großhadern. Als Wegbereiter mit von der Partie: Siemens, BrainLab und TRUMPF Medizin Systeme.

Fast lautlos bewegt sich der OP-Tisch, gesteuert von der Fernbedienung in der Hand des Chirurgen: das Ganze ein bisschen höher, den Kopfbereich ein wenig tiefer, etwas mehr kippen. Dann liegt der Patient in der gewünschten Position, alles ist bereit. Nicht jedoch für die OP, sondern für einen kleinen „Crash-Test“ vorab mit der im Hintergrund wartenden CT-Röhre …

Wir befinden uns im neu eröffneten Forschungs-OP der Uniklinik Großhadern. Ein ganz normaler mittelgroßer OP-Raum - eigentlich. Und doch birgt er ein paar technische Besonderheiten, die ihn einzigartig in der Welt machen. Da wäre erstens der als fahrbarer, schienengeführter Sliding Gantry installierte, hochauflösende Spiral-CT von Siemens mit 82 Zentimeter Röhrendurchmesser. Zweitens: ein neu entwickeltes Navigationssystem von BrainLab, das für die intraoperative Aktualisierung der Bilddaten direkt mit dem CT kommuniziert. Und nicht zuletzt ein OP-Tisch JUPITER von TRUMPF Medizin Systeme, der dank voll durchleuchtbarer Carbon- OP-Tischplatte, -Adapter und –Kopfhalterung störende Artefakte auf den Röntgenbildern verhindert. Denn die Aufgabe dieser drei Produkte ist das präzise Zusammenspiel im Dienst einer patientenschonenden intraoperativen Diagnostik. In Großhadern werden sie für diese Aufgabe fit gemacht.

Damit kommen wir zurück zum oben erwähnten „Crash-Test“. Während sich der CT auf seinen Schienen in Bewegung setzt, erklärt Dr. Eberhard Uhl, Leitender Oberarzt der Neurochirurgischen Klinik der Uniklinik Großhadern, warum der Test nötig ist: „Das Gute an unserem neuen System ist, dass wir den Patienten weder umbetten, ja noch nicht einmal seine Liegeposition verändern müssen, um ihn intraoperativ zu scannen. Wir müssen dafür lediglich den OP-Tisch horizontal und vertikal verstellen, damit der Sliding Gantry, ohne „anzuecken“, über Tisch, Halterung und den steril abgedeckten Patienten gleiten kann. Also testen wir die richtige Position vor der OP.“ Ist sie gefunden, wird sie per Touchscreen am Wandbedientableau des OP-Tisches abgespeichert und kann später automatisch reaktiviert werden. Bei Bedarf lassen sich auch mehrere OPund Scan-Positionen speichern. Dann kann die Operation beginnen.

Carbon-Elemente
360° Durchleuchtbarkeit
 
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