Mehr Flexibilität für die Zukunft

Als einer der ersten Anwender nutzen die Kliniken Essen-Mitte die Deckenversorgungseinheit TruPort von TRUMPF. Sie sind Teil des Anfang 2011 erweiterten, flexiblen OP-Bereichs.

Der Wandel im Klinikwesen ist allgegenwärtig. Neue Verfahren und Technologien fordern ein Umdenken in den OPs, doch auch der demografische Wandel macht sich bemerkbar: So erkannten die Kliniken Essen-Mitte eine Veränderung bei den Bedürfnissen ihrer Patienten: Die gynäkologische Abteilung der Klinik verzeichnete aufgrund der demografischen Entwicklung seit Jahren sinkende Geburtenzahlen, während der Bedarf an onkologischen Behandlungen speziell für Frauen immer weiter steigt. „Wir entschlossen uns deshalb Mitte 2010, eine eigene Abteilung für gynäkologische Onkologie zu gründen und unseren OP-Bereich entsprechend auszubauen“ erläutert der Leiter der Medizintechnik, Andreas Weitzel.

Gebündelte Kompetenz

Zwei Häuser bilden die Kliniken Essen-Mitte: das Krankenhaus „Evangelische Huyssens-Stiftung“ und das „Knappschafts-Krankenhaus“. Letzteres beherbergte bislang alle gynäkologischen Bereiche. Die drei Kilometer entfernt liegende Evangelische Huyssens-Stiftung verfügte jedoch bereits über eine allgemeine Onkologie neben den dazugehörigen Fächern wie Chirurgie und Urologie Die Klinikleitung beschloss deshalb, die neue gynäkologische Onkologie dort zu eröffnen. „Allerdings waren die neun OPs der Huyssens-Stiftung schon an der Belastungsgrenze“, führt Weitzel aus. „Wir mussten also dringend unsere Raumkapazität erweitern, um auch weiterhin die Bedürfnisse aller Abteilungen abzudecken.“

TruPort von TRUMPF
Teil der neuen OP-Ausstattung: die neue Deckenversorgungseinheit TruPort von TRUMPF.

Vollgas beim Umbau

Für den neuen Bereich mussten bestehende, nicht mehr genutzte Flächen in der Huyssens-Stiftung komplett renoviert werden. Der Zeitplan war dabei äußerst stramm: Um den Klinikbetrieb so wenig wie möglich zu stören, sollte der Umbau bis zum Jahreswechsel 2011 nach knapp einem halben Jahr vollendet sein. Teil der neuen OP-Ausstattung: die neue Deckenversorgungseinheit TruPort von TRUMPF.

Deckenversorgungseinheit
Die Deckenversorgungseinheit ist auf größtmögliche Flexibilität ausgelegt.

Flexibel mit TruPort

Zwischen High-Definition-Monitoren und DaVinci-Operationsrobotern fällt die Deckenversorgungseinheit TruPort kaum auf, doch ohne sie würde in den neuesten OPs der Kliniken Essen-Mitte wenig passieren: Nahezu jedes der für den laufenden OP-Betrieb wichtigen Module wie gasversorgende und elektrische Anschlüsse oder mechanische Halterungen befindet sich hier gebündelt an einem Platz. Die Deckenversorgungseinheit ist dabei auf größtmögliche Flexibilität ausgelegt. Jedes Modul im TruPort Stativkopf lässt sich von geschultem Personal mit wenigen Handgriffen austauschen. Solche, auf zukünftige Veränderungen ausgelegte Technik ist besonders wichtig. Denn auch in Essen-Mitte ist der Wandel mit der Eröffnung des neuen Bereichs noch lange nicht abgeschlossen. „Unsere Klinik besitzt eine eigene Dynamik“, führt Weitzel aus. „Die OPs sind nicht fix auf 20 Jahre ausgelegt, die Technik entwickelt sich schließlich schneller weiter.“

TRUMPF OP-Leuchten iLED
TRUMPF OP-Leuchten iLED mit integrierten High-Definition-Kameras.

Voller Durchblick

Das zeigt sich am Beispiel der OP-Übertragungstechnik, denn hier hat sich in den letzten Jahren viel getan. Die Kliniken Essen-Mitte verfügen über einen hauseigenen Senderaum, der Operationen zu medizinischen Vorlesungen oder Tagungen überträgt – dazu sind in den ebenfalls neu angeschafften TRUMPF OP-Leuchten iLED  High-Definition-Kameras integriert. Die verwendeten Kabel zur Videoübertragung können das Signal allerdings lediglich zehn Meter weit verlustfrei transportieren. Deshalb wird das Viedosignal mit Hilfe eines Transformators im TruPort-Stativkopf konvertiert und in ein ergänzendes Glasfaserkabel übertragen. „Wenn sich jetzt der Übertragungsstandard ändert, können wir die notwendige Technik dank TruPort unkompliziert austauschen – bei anderen Systemen wäre dies nicht ohne Weiteres möglich“, äußert sich Weitzel zufrieden. „Ich bin selbst Ingenieur, da freue ich mich über solche Auf- und Umrüstmöglichkeiten.“

Mehr Flexibilität für die Zukunft